Vorträge

 

Prof. Dr. Horst Malberg

Der solare Einfluss auf den Klimawandel

Kritische Anmerkungen zur Klimadebatte

Auf das Klimasystem der Erde wirkt eine Vielzahl von Einflussfaktoren ( Antriebe ).

Dabei gilt es zwischen kurz- und langperiodischen Klimaantrieben zu unterscheiden. Zu den kurzperiodischen zählen u.a. Änderungen der Ozeantemperatur, z.B. El Nino, und Vulkanausbrüche. Da sie nur kurzzeitig klimawirksam sind, führen sie grundsätzlich nur zu Klimafluktuationen. Sie sind gewissermaßen klimatische Oberschwingungen beim langfristigen Klimawandel.

Zu den langperiodischen Klimaantrieben gehört seit Jahrmillionen die Sonne, d.h. der solare Energiefluss.

In jüngster Zeit wird aufgrund von Modellrechnungen vom "main stream" die Arbeitshypothese vertreten, dass der anthropogene Treibhauseinfluss auf das Klima, vor allem der CO2-Effekt, die dominierende Rolle beim langfristigen Klimawandel spielt.

Dem solaren Einfluss wird in den Klimamodellen nur noch eine Statistenrolle zuerkannt, obwohl der anthropogene Treibhauseinfluss empirisch nicht nachgewiesen ist.

In dem Vortrag werden Untersuchungsergebnisse über den langfristigen Klimawandel und seine primäre Ursache auf der globalen und hemisphärischen sowie der lokalen (Deutschland) und regionalen Klimaskala (Mitteleuropa) vorgestellt.

Die Klimabeobachtungen in Mitteleuropa lassen Aussagen über den Klimawandel seit dem letzten Höhepunkt der Kleinen Eiszeit Ende des 17. Jahrhunderts zu. Dabei zeigt sich eine rund 200-jährige Temperaturschwingung,

die synchron zur Schwingung der Sonnenfleckenzahl verläuft, d.h. zur solaren Aktivität (De-Vries-Zyklus).

Die Kälteperioden in diesem Zeitraum fallen mit dem Maunder-Minimum (nach 1600) bzw. dem Dalton-Minimum (nach 1800) der Sonnenaktivität zusammen.

Die globale Klimareihe (IPCC) zeigt mit 150 Jahren nicht einmal die Hälfte der auf Beobachtungsdaten basierenden Klimaentwicklung, so dass sie den Klimawandel der letzten Jahrhunderte nur eingeschränkt wiedergibt.

Hier ausführlich:

MALBERG.BWK.pdf

 

Prof. Dr. Horst Malberg

Jahrgang 1936

Diplom und Promotion in Meteorologie.

1970 Habilitation auf dem Gebiet der Satellitenmeteorologie an der Math.-Nat.

Fakultät der Freien Universität Berlin.

1974 Gastprofessor an der Universität Reading (UK)

  • 1970-2004 Geschäftsführender Direktor des Instituts für Meteorologie, Mitglied im Fachbereichsrat Geowissenschaften,
  • im Direktorium des Instituts für Tourismus und in der Kommission für Forschung und Nachwuchs (FNK).
  • 200 Publikationen in den Sachgebieten

  • Allgemeine, Synoptische- und Satellitenmeteorologie, Stadt- und Umweltmeteorologie, Wettervorhersage, Klimatologie/Klimaforschung.
  • Bücher : “Meteorologie und Klimatologie“

    „Bauernregeln aus meteorologischer Sicht“

    „Das Wetter und wir“ ,

    „Das neue Guiness-Buch Wetter“ ,

    Weitere Publikationen, insbes. Klima-Forschung.